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All I can do is keep breathing...

Diese Worte bewegen mich aktuell sehr. Reicht es zu atmen? Benötigt man nur das, um Glücklich zu sein? Sollten wir uns mehr auf die "basics" besinnen?

Oder ist es doch mehr - Liebe, Freundschaft, Geborgenheit, Wärme, Gesundheit, Essen und Trinken?

Oder wollen wir sogar perfektion, in jeder Hinsicht: Den perfekten Job, den perfekten Partner, die perfekte Wohnung. Und sobald etwas einen  Makel oder eine Macke hat wird es ausgetauscht. Und bis wir das perfekte gefunden haben sind wir unglücklich.

Es schwingt immer die Trauer mit: dass wir etwas abgeben mussten, weil es nicht perfekt war, und dass wir das perfekte wieder nicht gefunden haben.

Also machen wir uns alle selbst traurig, weil wir uns nicht mit dem unperfekten abgeben bzw. zufrieden geben?

 

Meine Gedanken kreisen wieder unaufhaltsam. Über mich. Das Leben. Den Sinn. Die Männer. Die Frauen. Die Liebe. Und alles andere, das einen Menschen so beschäftigen kann.

Und keiner ist da, der mit mir philosophiert. Jeder ist busy. Jeder hat seinen eigenen Gedankenberg zu bewältigen. Und so dreht sich das Gedankenkarussell, immer schneller, ist erst richtig in Fahrt gekommen. Nur wie stoppt man es? Und wer, denn ich fahre ja mit, und einfach rausspringen - dazu benötigt man viel Mut und Kraft. Und ich sehe momentan nur die Dinge an mir vorbeirauschen, bin dabei, aber auch nicht. Kann das Karussell nicht stoppen. Fahre weiter mit. Irgendwann wird es schon anhalten.

Oder nicht?

Oder ich fange an zu schreien. Rufe nach Hilfe. Vielleicht kommt jemand - vielleicht nicht. Will ich, dass jemand kommt?

Aber irgendwie bleibt mir das Wort im Halse stecken. Ich will es alleine schaffen. Kann ich es alleine schaffen? Kann ich es zumindest verlangsamen, um Energie zu sammeln, dann doch alleine den Absprung zu schaffen? Aber woher diese Energie nehmen, bin ich doch so damit beschäftigt, das Karussell nicht noch schneller werden zu lassen. Wie soll es dann gebremst werden?

Und wer könnte es bremsen?

Gibt es überhaupt jemand, den ich so nah an das Karussell ran lassen könnte, damit der den Stop-Knopf finden kann? Wo ich doch selbst keine Ahnung hab, wo der Knopf ist. Also müsste ich jemand fremden auf die Suche schicken. An meinem Karussell. Das ich doch selbst stoppen will.

Und wenn er unterwegs etwas findet, das ich ihm gar nicht zeigen wollte? Das ich mir gar nicht selbst zeigen will? das lieber im dunklen geblieben wäre, weil es da niemandem aufgefallen ist?

Dann gebe ich dem Karussell lieber noch mehr Schwung, immer weiter, immer vorwärts. Bis mir schlecht wird. Und ich drohe umzufallen. 

Aber diese Erlösung wird nicht eintreten. Ich werde nicht umkippen, ich kann mich nicht so einfach aus der Affäre ziehen. Auch wenn ich es mir wünschte. 

Ich werde hier bleiben. In meinem Karussell. Und hoffen, dass der Prinz auf seinem weißen Ross zufällig vorbei läuft und genau weiß, was er tun und sagen muss um mich zu retten. 

Und wie in allen schönen Märchen, wird es lange dauern. 

 

Und wenn sie nicht gestorben ist... dann leidet sie noch heute?

6.9.13 12:10

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